Future Beauty zu sehen bis 19. Juni 2011 im Haus der Kunst München


Erdbeeben, Tsunami, Atomkatastrophe die ganze Welt bangt mit Japan. Das Haus der Kunst in München zeigt gerade ein Japan, das es trotz der Katastrophen ebenfalls gibt, ein Land von großer kultureller Kraft.

Die Ausstellung Future Beauty zeigt nach der Barbican Art Gallery, London mit rund 130 Kleidungsstücken, Filmen von Modenschauen, Kollektionskatalogen und weiterem Dokumentationsmaterial einen Überblick über die japanische Avantgarde-Mode der frühen 80er Jahre bis heute. Designer deren Namen man sich –abgesehen man ist in der Fashion-World bewandert- nicht so einfach merken kann: Rei Kawakubo, Issey Miyake, Yohji Yamamoto, Junya Watanabe, Jun Takahashi, Tao Kurihara sowie auch Jil Sander für Uniqlo.

Die Ausstellung zeigt revolutionäre Mode von einzigartiger Schönheit, die längst die internationalen Laufstege erobert hat. Kleider wie Skulpturen, deren Maß nicht die menschliche Figur ist, sondern die Idee einer Schönheit, die Unvollkommen ist. Demut vor dem Material, Schnitte, die den Körper ganz neu formen. Japanische Philosophie die zur Mode wird: Wabi-Sabi. Wabi – das Schmucklose, Sabi das Alte.
Die Ausstellung gliedert sich in vier Sektionen:

„Lob der Schatten“ inspiriert vom gleichnamigen Text des japanischen Autors Jun’ichiro Tanizaki (Lob des Schattens, 1933), der den Schatten als Kern der japanischen Ästhetik betrachtet. Sie beschäftigt sich mit der Passion für dunkle Einfarbigkeit.

„Flachheit“ widmet sich den einfachen geometrischen Formen und dem Wechselspiel von Zweidimensionalität und Volumen. Ebenfalls ausgestellt ist hier eine Fotoserie des Künstlers und Fotografen Naoya Hatakeyama, die in Aufsicht die Formen von Rei Kawakubos ausgebreiteten Kleidern zeigt.

„Tradition und Innovation“ Hier steht die radikale Erneuerung von traditionellen japanischen Kleidungsstücken wie Kimono, von Stoffen und von Techniken wie Origami im Mittelpunkt. Viele japanische Designer arbeiten direkt mit Textildesignern zusammen. Die Mode ist geprägt von einer großen Sensibilität für Stoff. Es werden zum Beispiel neue Stoffe durch synthetische Herstellung entwickelt, neue Web- und Färbetechniken erprobt.

„Cooles Japan“ schließlich untersucht die symbiotische Beziehung von Street Style, Popkultur und Haute Couture.

Weitere Details hier:

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