diplom2015_unterwegsinsachenkunst

Verleihung der Diplome DI 27.01.15 | 18:00 Uhr

Eröffnung der Diplomausstellung DI 27.01.15 | 19:00 Uhr

Grußwort Prof. Dr. Bernhart Schwenk, Pinakothek der Moderne

Raum Aula im Altbau | Akademiestr. 2

Ausstellung 28.01. – 01.02.15 | Altbau und Raum 02.29 im Neubau

Öffnungszeiten MI – FR 16:00 – 21:00 Uhr | SA/SO 11:00 – 21:00 Uhr

Diplomanden Freie Kunst 2015
Niko Abramidis, Anne Achenbach, Sonja Allgaier, Uli Ball, Barbara Baumann, Katrin Bertram, 
Valentino Betz, Jiyun Cheon, Sima Dehgani, Federico Delfrati, Alexander Deubl, Elke Dreier,
Alexander Eisfeld, Martin Feist, Lena Teresa Flohrschütz, Stefanie Gerstmayr, Sebastian Gumpinger, 
Raik Gupin, Stefanie Hammann, Maya Hermens, Matthias Hirtreiter, Julian von Hoerner, 
Stefanie Hofer, Naoko Inaba, Simone Kessler, Shin-ae Kim, Paul Kotter, Hanne Kroll,
Paula Leal Olloqui, Yu-Te Lee, Clemens Lehmann, Markus Lutter, Nicole Florence Marc, 
Analía Martínez, Maria Mayr, Julika Meyer, Maria von Mier, Julia Milberger, Carolin Cosima Oel, 
Fumie Ogura, Minyoung Paik, Nina Peller, Katrin Petroschkat, Judith Reichardt, Dorothea Reichenbacher, 
Janina Roider, Robert Rudigier, Carmen Schaub, Julia Schewalie, Jana Schützendübel, Tom Schulhauser, 
Melanie Siegel, Thomas Silberhorn, Despo Sophocleous, Catrin Steck, Brigitte Stenzel, Noemi Streber, 
Janina Stübler, Sophia Süßmilch, Lydia Thomas, Sina Wagner, Adrian Wald, Johannes Tassilo Walter, 
Elina Wetzel, Mahboubeh Zadehahmadi, Jessica Zaydan, Saskia Zimmermann

Diplomanden Innenarchitektur 2015
Anna Bischoff, Carina Deuschl, Kathrin Döllinger, Daniela Gardeweg, Barbara Gollackner, Claudia Graupner, Agnes Leitenbacher, Helena Wallander

Guiseppe_Lo_Schiavo_unterwegsinsachenkunst Guiseppe_Lo_Schiavo_II_unterwegsinsachenkunst

Seine Bilder und Skulpturen konzentrieren sich aufs Wesentliche, sind schnörkellos, wirken surreal, altmeisterlich und popartig. Giuseppe Lo Schiavo.   Der  Titel <Beyond Reality Beyond Photography> lässt erahnen, dass sich seine Werke nicht auf bloße Abbilder reduzieren. Was ist Real? Was Fiktion? Giuseppe Lo Schiavo konstruiert – gelungen, pixelgenau, hintergründig.

In ein Bild habe ich mich verliebt; das passiert nicht oft. Stundenlang könnte ich davor verweilen -so unendlich tief und verschieden all die pointierten Schwarztöne, als könnte es kaum reichhaltigere Facetten dieses Dunklen geben. (lieber Dr. Seufert, ich hoffe, ich gehe Ihnen mit meinen Besuchen noch nicht auf die Nerven;).

Eine gelungene Mixtur seiner inter­na­tio­nal bekann­ten Serien “Levi­ta­tion” (2011/2014), “In Vivo” (2013) und “Art Cur­rency” (2014) sind bis zum 20. Januar 2015 in der Galerie Ingo Seufert, Schleißheimerstr. 44 in München ausgestellt.

olaf_nicolai_unterwegsinsachenkunst

Angesichts der aktuellen politischen Ereignisse fällt es nicht leicht, Worte zu finden und so muss ich sie mir leihen: “Kunst ist eine Tochter der Freiheit.”

Friedrich Schiller

Und  so erinnere ich mich gerne an die Skulptur <Shutter’s Lullaby> von Olaf Nicolai, die derzeit im nm in Nürnberg zu sehen ist. Ein Wortspiel. Mehr noch. Mehrdimensional. Auf den ersten Blick wirken die zwei ineinander gestapelten Zylinder, wie starre Barrieren. Scheinen räumlich unüberwindbar. Mit einer geheimnisvollen Transparenz ins Innere. Abschirmend und  doch offen zugleich. Ein naher Blick verrät einen Vorhang aus Plastikperlenschnüren. Durchdringbar. Ganz einfach. Ring für Ring. Die Innenperspektive; faszinierend, erweiternd. Und wieder: zugleich – beengend, eingefangen. Innen wie Außen. Turning in circles. Wo ist der Ausgang? Wo der Eingang? Ach hier. Großartig.

reiner_ruthenbeck_unterwegsinsachenkunst

Ein weiterer Raum im nm, der mich unheimlich beschäftigte. Es ist die alte Thematik der Vergänglichkeit. Es gibt kaum eine Andere, die mich derartig  abstößt und gleichzeitig fasziniert.

<Das Gewicht von Schwarz>, dieser Frage bzw. Aussage gehen die drei Künstler Reiner Ruthenbeck, Richard Serra, Sim Cha Chi nach und gehen damit recht unterschiedliche Wege in Punkto, Materialität und Schwere dieser Nicht-Farbe.

Großartig.

Wolfgang_Tillmann_unterwegsinsachenkunst

Beeindruckt hat mich ein kleiner Raum im nm in Nürnberg mit Aufnahmen von Wolfgang Tillmans. U-Bahn. Und da dieses Zitat treffender kaum sein kann, belasse ich es bei diesen Worten Tillmans:

“Für mich war die U-Bahn schon immer mit dem Gefühl verbunden, unglaublich intim mit Menschen zu sein, ohne ihnen wirklich nah sein zu wollen. Es ist ein merkwürdiger Ort, an dem die Tatsache, dass Männer und Frauen unglaublich nahe beieinander stehen und sich gegenseitig in die Hemden und Haare und Ohren gucken, irgendwie akzeptabel ist – wir sind übereingekommen, dies nicht als sinnliche Erfahrung zu betrachten, weil hier ein Tabu wirksam ist. Das finde ich faszinierend: Dadurch, dass ein kleiner Parameter verschoben wird, verändert sich auch alles andere. Also geht es in den U-Bahn Bildern letztlich darum, wie stark soziales Verhalten auf Übereinkunft beruht.”

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