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Fast täglich wechsele ich ein Blatt auf meinem Abreißkalender, seit einigen Wochen mit einer neuen morgendlichen Übung: Entstehungs-Datum bestimmen. Bringt die grauen Zellen ins Fließen, sozusagen der Yoga-Morgengruß fürs Hirn. Wer am nächsten dran liegt, liegt am nächsten dran; ganz einfach. Nicht mehr und nicht weniger.

Diese Bildbestimmungsübung bei artefact erweitert online das Ganze auf Künstlernamen und Bildtitel – tricky, tricky…

Und was habt ihr für Morgenrituale? Habt einen guten Wochenstart.

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Lange Zeit sah ich in dieser monumentalen Skulptur immer Johann Wolfgang von Goethe und wunderte mich, was Goethe so silbern mitten auf dem Promenadenplatz in München zu suchen hat.

Seit heute weiß ich, dass es sich hier nicht um Goethe, sondern um den Grafen Montgelas handelt.

Maximilian Joseph Graf von Montgelas war politischer Berater unter Max I. Joseph von Bayern. Er gilt als ein wichtiger Wegbereiter des heutigen Freistaates Bayern. Durch sein umfangreiches Reformwerk wurden die gegen ihren Willen in einem „Fleckerlteppich“ vereinten Länder unter einer einheitlichen Verwaltung wieder regierbar. Er führte die allgemeine Schulpflicht ein und man bezeichnet ihn auch als den Schöpfer des modernen bayerischen Staates.

Die sechs Meter hohe und neuneinhalb Tonnen schwere Skulptur aus gefrästem Aluminium glänzt seit 2005 gegenüber dem ehemaligen Palais Montgelas.

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Zu Beginn dieses Jahres verkündete der Museumsdirektor des Städel Museums in Frankfurt a. Main, Max Hollein, eine digitale Erweiterung des Museums in den nächsten Jahren. Wichtigstes Vorhaben ist eine digitalen Exponate-Plattform, die zum 200-jährigen Jubiläum  des Hauses 2015 für jedermann zugänglich sein soll. Überhaupt ist das Städel Museum mit den digitalen Medien oben auf: Twitter, Facebook, Museums-Blog, Ausstellungsfilme auf Youtube und wirklich gute Audioguides.

Seit heute kann nun jeder  hier Kunst aus dem Städel für die eigenen vier Wände bestellen. Denn das Museum und die Drogeriekette DM gaben heute Ihre Kooperation bekannt. 117 Gemälde, Drucke, Zeichnungen und Aquarelle stehen derzeit zur Auswahl.  Chapeau! für diese Museumsmediale Innovation.

 

 

Eduardo_Chillida_unterwegsinsachenkunstUnd weil das Wetter heute immer noch so unverschämt gut in München ist, gibt es heute mal einen längst überfälligen Blick auf die <Kunst am Bau> vor der Pinakothek der Moderne: die rostrote Stahlskulptur mit dem Titel <Buscando la Luz> (das Licht suchend).

“Bestimmendes Thema im Werk des baskischen Künstlers Eduardo Chillida ist das Verhältnis von Volumen und  leerem Raum von Innen und Außen. Positiv und Negativ. Es ist Chillida’s Anliegen das Geheimnis sichtbar zu machen, das entsteht, wenn kompakte Formen aufeinander bezogen werden. Bei seinen zahlreichen Skulpturen steht die Relation zwischen der Schwere des Materials und dem nicht konkret fassbaren Dazwischen im Vordergrund – so auch in  “Buscando la Luz” (das Licht suchend) -wesentlich für die Gesamtwirkung dieses Werks ist die Platzierung der einzelnen Elemente zueinander. Drei Teile aus gewalztem Stahl wachsen, je acht Meter hoch über ihrem U-förmigen Grundriss in leicht unregelmäßig nach außen schwingenden Wellenlinien nach oben. Die lastende Schwere des Materials und die abstrakte Form werden in diesem nahezu organischen Wachsen aufgefangen. Die Gesamtwirkung ist zudem bestimmt durch die Verschiebungen der Formen in ihrem Verhältnis zueinander und ihre leichten Unregelmäßigkeiten. “

So herrlich beschrieben diese Skulptur in einer Publikation anlässlich der Eröffnung der Pinakothek der Moderne im Jahre 2002.

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