Dan_Flavin_I_unterwegsinsachenkunstDan_Flavin_II_unterwegsinsachenkunst

Ein Raum mit Leuchtstoffröhren: Rot, Gelb, Blau, Grün. Dan Flavin (1933 – 1996) der Künstler. Er entwickelte seine raumgreifende Lichtinstallation UNTITLED (FOR KSENIJA) 1994 zur Eröffnung des Kunstbaus, den der Architekt Uwe Kiessler zum Ausstellungsraum gestaltet hatte. Heiner und Philippa Friedrich, New York, schenkten dem Lenbachhaus die Arbeit im Andenken an ihre Eltern Erika und Harald Friedrich und Dominique und John de Menil.

Flavin gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Minimal Art. Der wesentliche Ansatz dieser Kunstrichtung liegt in einer radikalen Reduzierung der bildnerischen Mittel auf die objektiven Gegebenheiten einfacher Formstrukturen. Diese werden unter Ausschaltung aller handschriftlichen Gestaltungsmerkmale nach industriellen Normen gefertigt. In den vier Lichtlinien greift Flavin die spezifischen architektonischen Gegebenheiten des Kunstbaus auf und betont die charakteristische Krümmung des langgestreckten, ca. 110 m langen Raumes. Das farbige Licht erzeugt intensive Farbreflexionen und geht mit dem Raum eine atmosphärische Verbindung ein.

Noch zu sehen bis zum 7. September 2014

thomas_ruff_fuenf_hoefe_unterwegsinsachenkunstIn den FÜNF HÖFEN in München, läuft man schnell vorüber, über die Bodenplatten des Künstlers Thomas Ruff. Fast unscheinbar kommen sie daher.  Ruff zählt seit Anfang der 80er Jahren zu den international bedeutenden deutschen Fotokünstlern. Die Zwölf Bodenplatten in den Passagen der FÜNF HÖFE zieren Fotoarbeiten des Künstlers, die mit Hilfe von Lasertechnik bedruckt worden sind. Bei den Bildern scheint es den Besuchern so, als schwebten sie über Landschaften und Städten. Die Fotos zeigen Luftaufnahmen unberührter Natur, ein Dorf, das Kreuzviertel in München oder das Straßennetz von Manhattan. Übrigens: gut zu sehen aus dem Café Kunsthalle.

katharina_grosse_graz_unterwegsinsachenkunst

katharina_grosse_II_graz_unterwegsinsachenkunstSie sprengt mit gesprayten und gepinselten abstrakten Farbwelten die Grenzen der Leinwand, erobert ganze Räume. Derzeit im Kunsthaus Graz. Eine riesige gefaltete Schaumstoffmatte erstreckt sich über das ganze Obergeschoss des Kunstmuseums. <Wer, ich? Wen, Du?> Dazwischen hat Grosse eine kleine Zeichnung von Rembrandt “Bärtiger Greis, seitwärts niederblickend” platziert – unscheinbar in einem schwarzen Rahmen an der anthrazitfarbenen Wand zwischen zwei Feuermeldern.

 

Johannes_kahrs_unterwegsinsachenkunst

Es gibt Künstler, die ziehen einen in den Bann, ohne dass man sie vorher real gesehen. Johannes Kahrs gehört zu denen. Er malt nach Fotos. Seine Bilder zeigen Gesichter, Gesten, Körperhaltungen mit all seinen verletzlichen Facetten – schutzlos, maskenlos – treffend. In Nürnberg war er zu sehen bis Ende Juni – leider verpasst, vielleicht beim nächsten mal. Fantastisch.

 

Michael_Beutler_unterwegsinsachenkunstSie sind bunt und liegen vereinzelt, geballt, verstreut auf der Wiese vor und zwischen den Pinakotheken, dem staatlichen Museum Ägyptischer Kunst und der Hochschule für Fernsehen und Film sowie hinter der Glyptothek wie auch auf dem Königsplatz in München. Sie verbinden in diesem Sommer den visuellen bunten Faden im Kunstareal München und gruppieren sich witzig ein, in den urbanen Raum. Die Strohballen aus Plastikhalmen des Künstlers Michael Beutler. Sie spenden Schatten an heißen Sommertagen oder werden von den Menschen als Sitzgelegenheiten genutzt. Kunst zum anfassen. Erfrischend. Leicht.  Im Oktober wird die Ernte eingeholt und zu einer großen Ballenburg als Rahmen für ein öffentliches Erntefestes aufgetürmt. Nach dem Fest werden die Ballen auf Sattelschlepper verladen, aus der Stadt gebracht und eingelagert bis sie wieder in einem anderen Park einer anderen Stadt zu sehen sind.

Beutler’s skulpturale Installation ist im Kunstareal München von 30. Juni bis 10. Oktober 2014 zu sehen. 

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Blauer Montag in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung: halber Eintritt, rappelvoll und leider der letzte Montag der Ausstellung Dix/ Beckmann – Mythos Welt, denn am Sonntag, 10. August endet die Schau. Und dieses Mal hat die Zeit bei mir sogar für einen zweiten Besuch gereicht und nicht wie sonst “üblich” erst am letzten Tag. Über 180 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken aus wichtigen Museen und Privatsammlungen, unter anderem aus Amsterdam, Berlin, London, New York und Washington, veranschaulichen die künstlerische Entwicklung und Bandbreite dieser beiden Maler, die zwar in der gleichen Zeit lebten und arbeitet, sich aber wahrscheinlich nie begegnet sind. “Zwei Giganten der Moderne” werden hier  zusammengeführt. Ich mag die wunderbar wandelbaren Räumlichkeiten der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung und ebenso immer wieder den Audioguide mit wertvollen Hintergrundinformationen zum hinabtauchen und vertiefen. Ich mag die Inspiration nach guten Ausstellungen. Das Durchdenken, das Nachhallen. Nach dieser; dass “sich Gedanken machen” über die Kunstentwicklung im Hinblick auf die Bedeutung des ersten Weltkriegs. Und ich überlege ersthaft, am Sonntag nochmal reinzuschauen. Habt eine schöne Woche.

 

ach hier noch ein schöner Artikel.

Matthias_Hirtreiter_OMI_II_unterwegsinsachenkunstMatthias_Hirtreiter_OMI_unterwegsinsachenkunstEr darf nicht fehlen - Matthias Hirtreiter in der AdBK. Ein Künstler, den ich seit ein paar Jahren mit großer Begeisterung verfolge. Ich kennen keinen anderen Künstler, der Emotionen so lebensnah in Ton verpacken kann. Tiefgründig, witzig, einzigartig, wie der Mensch selbst. <O.M.I.2014> der Titel seiner Keramik Skulptur –  voller Leben, es scheint als würde sie losstarten, sobald man sie anhaucht. Großartig.

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