florine_stettheimer_unterwegsinsachenkunst

Ihre Bilder wirken so herrlich naiv, sorglos, verspielt. Impressionen aus ihrem Leben – Florine Stettheimer (1871–1944); Tochter einer vermögenden New Yorker Bankiersfamilie. Sie lebte bis zum ersten Weltkrieg oft in Europa, davon auch viel in München, war gut vernetzt. Sie entwirft Bühnendekorationen. Malt. Meist farbenfrohe, schlanke Körper. Mondän und perfekt gekleidet- Szenen aus der New Yorker High Society und sie malt auch sich immer wieder in die Bilder hinein.  Zu Lebzeiten hat sie kein einziges Bild verkauft, verfügte sogar testamentarisch, dass ihre Arbeiten nach ihrem Tod zerstört werden sollen. Ihre Schwester Etti entschied sich dagegen. Sie war mit Marcel Duchamp befreundet, der nach ihrem Tod eine Retrospektive im Museum of Modern Art organisierte. Andy Warhol soll von ihren Werken begeistert gewesen sein, da sie vieles der Pop Art vorwegnahm. Hierzulande ist sie kaum bekannt, vielleicht ändert das die Ausstellung im Kunstbau des Lenbachhauses in München. Es ist nicht die Art von Kunst, die mich fesselt, jedoch hinterlässt der Ausstellungsbesuch einen Hauch von Faszination. Sehenswert – bis zum 4. Januar 2015.

Ach übrigens: Zur Ausstellung gibt’s noch einen umfassenden Katalog.

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zimmerfrei_unterwegsinsachenkunst

Das Künstlerprojekt ZIMMERFREI ist seit 1999 zu einem beliebten Bestandteil der Münchner Ausstellungsszene herangewachsen. Jedes Jahr nach dem Oktoberfest beziehen internationale KünstlerInnen einige Zimmer und bringen für eine Woche im Hotel Mariandl am Beethovenplatz in München, den Hotelalltag durcheinander. Sie setzen sich mit den Räumlichkeiten und der Atmosphäre des Hotels auseinander, entwickeln Geschichten, Inszenierungen, situative Experimente, Performances, Videoarbeiten und vieles mehr. Ein paar photographische Impressionen habe ich hier entdeckt, mehr gibt’s direkt vor Ort. Es lohnt sich.

Bis 19. Oktober 2014

LANDART in der Stadt. Den ganzen Sommer haben sie mich tief erfreut und fast täglich im vorbeigehen begleitet – die Strohballen von Michael Beutler aus Sangria Strohalmen. Ihre Farbigkeit, die Idee und die urbane Nutzung hat mich sehr beeindruckt. Scheinbar einfach und doch komplex. Zufällig und komponiert – seit heute sind sie weg. Schade, ich hätte sie gerne noch ein wenig um mich drumherum gehabt.

bauhaus_gropius_haus_unterwegsinsachenkunstbauhaus_neuen_meisterhaeuser_unterwegsinsachenkunst

Als ich vor ca zwei Jahren das erste mal die Meisterhäuser in Dessau besuchte, waren sie noch im Bau – die neuen Meisterhäuser. Im Mai dieses Jahres wurden sie eröffnet; das M E I S T E R H A U S   G R O P I U S und das M E I S T E R H A U S   M O H O L Y-N A G Y , die einst bei einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört wurden. Die Meisterhaussiedlung, die Walter Gropius 1926 in Dessau entworfen und gebaut hat, gehört zu den eindrucksvollsten Zeugnissen der Bauhausmoderne in Deutschland. Vier äußerlich nahezu identische Häuser beherbergten den Direktor Walter Gropius selbst und, auf drei Doppelhäuser aufgeteilt, sechs seiner Meister nebst Familien, die obendrein so konzipiert waren, dass die Privatsphäre des Anderen gewahrt werden konnte und trotzdem alles offen schien. Nach umfangreichen Umgestaltungen und einer wechselhaften Nutzungsgeschichte stehen nun wieder alle beisammen. Im Gegensatz  zu den denkmalsanierten Meisterhäuser von Kandinsky/ Klee oder Muche/ Schlemmer  sind die Neuen des Berliner Büros Bruno-Fioretti-Marquez (BFM) bewusst mit einem Prinzip der “Unschärfe” versehen, um das Original nicht zu imitieren. Innen hinterließ der Künstler Olaf Nicolai spannende Arbeiten mit Putzstrukturen.

gewinnspiel_hero_munich_unterwegsinsachenkunstDas Los hat entschieden. Die geräumige Baumwolltasche mit dem Barcode-Print zum einscannen geht an: Silvia. Herzlichen Glückwunsch – ich werde mich per Email direkt melden.

Ein Dank an dieser Stelle geht noch an das Team von HERO-Munich, die diese Tasche bereitgestellt haben:)

 

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Sonntage in städtischen Museen in München sind voll  – es sei denn, der Sonntag fällt auf einen außerordentlich schönen Sonnentag nach langer Regen- oder Winterzeit oder auf das letzte Wies’n Wochenende – so wie heute. Zeit mal wieder für einen sonntäglichen Besuch im Lenbachhaus. Genug Platz um die Bilder zu betrachten, ganz nah, soweit es das Museumspersonal zulässt. Raum für Raum. An manchen schneller an manchen langsamer. Denn auch im Zeitalter der medialen Vervielfältigung von Bildern in Bilddatenbanken oder in virtuellen Sammlungen -die durchaus interessante Veränderungen mit sich bringen, die es sich weiterzuentwickeln lohnt- ist der klassische Weg in persona durch die Kunsthäuser für mich weiterhin unantastbar. Habt noch einen schönen Sonntag.

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